Allgemein

„Jedem bin ich was gewesen…“-Fontane-Blues im Tempelgarten

Veröffentlicht

Schon seit Ende März zelebriert ganz Brandenburg den 200. Geburtstag von Theodor Fontane. Zentraler Austragungsort des Jubiläums ist hierbei Fontanes Geburtsstadt Neuruppin. Neben der Leitaustellung im Museum Neuruppin und den Fontane-Festspielen, gibt es noch zahlreiche andere Veranstaltungen wie zum Beispiel das generationsübergreifende Bühnenprojekt „Jedem bin ich was gewesen…“ – der Fontane-Blues, bei dem rund 150 Darstellerinnen und Darsteller mitwirkten. Dieses Projekt fand im Rahmen des Themenjahres fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019“ statt.

Neben 100 Tänzerinnen und Tänzern der Beatments Company, 10 Darstellerinnen und Darstellern aus Neuruppin und dem Theater.Redux, durfte auch der Märkische Jugendchor an diesem Projekt mitwirken. Im Mai 2019 begannen die ersten gemeinsamen Proben im Tempelgarten. Doch schon 2017 wurden erste Planungen zu diesem Projekt vorgenommen.

Im Mittelpunkt dieses Bühnenwerkes steht Fontane, dessen Traum von einem künstlerischen Leben mit den gesellschaftlichen Ansprüchen aufeinanderprallt. Theodor Fontane ist an seinem 75. Geburtstag auf dem Weg in seine Heimatstadt. Dort findet eine Ehrung statt. Während der Wartezeit auf dem Bahnhof begegnet er Erlebnissen, Figuren und Situationen aus seinem Leben, die man aus seinen Notiz- und Tagebüchern, Briefen und Romanen kennt. Tanz, Gesang und Schauspiel spiegeln Fontanes Gedankenwelt wieder. Der Fontane-Blues ist eine Gratwanderung zwischen Provinz und Metropole, zwischen Erfolg und Misserfolg, Armut und Wohlstand, zwischen der Notwendigkeit, eine Familie zu ernähren, und dem Wunsch nach individueller Verwirklichung.

Fünfmal wurde die Inszenierung Open Air im Tempelgarten aufgeführt und insgesamt über 1000 Zuschauer zog das soziokulturelle Crossover-Projekt in den Tempelgarten. Für jeden von uns war der Fontane-Blues ein tolles Erlebnis und es war spannend neben dem Singen mit Mimik und Gestik Bilder, Stimmungen und Atmosphären zu erzeugen.